Edelstahl liegt im Trend
Edelstahl liegt im Trend
03.08.2005 Früher war der Briefkasten einfach nur ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Er musste nicht sonderlich hübsch, dafür aber praktisch sein. Heute ist er auch ein dekoratives, gestalterisches Element im Hauseingangsbereich. Die Auswahl an Formen, Farben und Materialien ist riesig.
Trotz der Vielfalt lässt sich ein Trend erkennen: "Edelstahl ist immer etwas Besonderes", berichtet Michael Huter von der Firma Renz Metallwaren in Kirchberg bei Stuttgart. Allerdings sei dieses Material auch meist etwas teurer und pflegeaufwändiger als andere, gibt er zu bedenken. Dennoch entscheiden sich viele Kunden nach seiner Erfahrung für hochwertige Briefkästen aus Edelstahl.
Damit das "Eingangs-Ensemble" aufeinander abgestimmt ist, kauften viele gleich noch Hausnummer und Klingelschild im passenden Edelstahl-Design, berichtet der Inhaber der Internet-Firma EXOP.de, Sönke Giehl, aus Kerken bei Krefeld. Auch Kupfer sei als Briefkasten-Material im Kommen, sagt er. Allerdings ist dieses Material ihm zufolge schwerer zu bearbeiten als andere und deshalb noch etwas teurer. Bis zu 300 Euro koste ein kupferner Briefkasten. Völlig aus der Mode und kaum noch im Handel zu finden seien dagegen Kunststoff-Exemplare. Auch farbenfroh mögen es die meisten Menschen nicht - zumindest, was ihre Briefkästen betrifft. Stattdessen würden dezente Edelstahl-Optik oder Kupfer natur am häufigsten gekauft, hat Giehl beobachtet.
Wer es ausgefallen mag und sich vom Allerweltsbriefkasten des Nachbarn unterscheiden möchte, findet in der Angebotsfülle in Fachgeschäften oder im Internethandel garantiert das Passende. So gibt es beispielsweise Briefkästen in Form einer Flaschenpost, den Briefkasten "Letterman" mit einem Bullauge als Blickfang oder ein Modell mit eingearbeitetem Sensor, das dem Hausherren über Funk die Ankunft der Post signalisiert.
"Manche Menschen basteln sich ihren Briefkasten auch selbst, beispielsweise aus einem kleinen Regenfass", berichtet Rolf Schulz, Sprecher der Deutschen Post AG in Berlin. Das sei zwar kreativ, bringe aber für den Postzusteller einige Problemchen mit sich: Da diese Modelle nicht der europäischen Briefkasten-Norm entsprechen, seien die Schlitze oft nicht breit genug und der Kasten insgesamt für sperrigere Sendungen zu klein. Also sollte er geräumig sein und gewisse Standards erfüllen. Aus diesem Grund gebe es eine DIN-Norm für Briefkästen, erklärt Schulz. Diese sei in Deutschland allerdings nicht bindend, sondern eher eine Empfehlung für die Hersteller.
Trotz des Zeitalters elektronischer Mails habe die Post wegen des Internethandels und der Zustellung diverser Werbebriefe fast noch mehr zu tun als früher, berichtet Schulz. Da sei es wichtig, dass auch mal ein online ersteigertes Buch durch den Briefkastenschlitz passt und der Postzusteller es nicht beim Nachbarn abgeben oder eine Benachrichtigung für die Abholung beim Postamt hinterlassen muss.
Schulz rät Verbrauchern davon ab, bei der Wahl des Briefkastens zu sehr auf den Preis zu schauen. Meist seien preiswerte Modelle qualitativ nicht hochwertig und damit auch nicht so langlebig. "Sie rosten schneller, und dann bilden sich scharfkantige Ecken", warnt er. Der Briefzusteller und der Adressat der Post müssten dann aufpassen, sich nicht am Briefkasten zu verletzen. Deshalb sollte man beim Kauf auch auf Witterungsbeständigkeit und Qualität achten. "Von der Optik her passt ein Edelstahl-Briefkasten gerade zu einem neuen Gebäude sehr gut", sagt Schulz.
Quelle (ddp)
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